Fun-Skater Krefeld e.V.
 
Mittwoch, 15. August 2018
9. Spreewaldmarathons PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 05. Juni 2011 um 20:07 Uhr

Auf die Gurke – fertig – los . . .

. . . . das war der Slogan des 9. Spreewaldmarathons Mitte April 2011, zu dem hier ein etwas verspäteter Erlebnisbericht folgt. Eingebunden war dieser Event in ein komplettes Sportwochenende, in das mehrere Ortschaften der Region diverse Lauf-, Walking-, Fahrrad-, Paddel- und auch Skateveranstaltungen anboten. Da ich diese Ecke Deutschlands schon länger kennen lernen wollte, nutzte ich die Gelegenheit und meldete mich Anfang des Jahres für den dortigen Inline-Marathon, der mit einem Höhenunterschied von nur 1,8 Metern als der flachste der Welt beworben wird. Und da ich schon einmal da war, nahm ich zusätzlich noch ein 8km-Einzelzeitfahren in mein Programm mit auf.

Angereist war ich bereits am Donnerstag. Ich hatte Glück, dass ich ein recht günstiges und gutes Hotel in der Nähe Lübbenaus hatte buchen können. Von hier aus konnte ich die einzelnen Veranstaltungsorte flott erreichen. Anfangs schien das Wetter das bevorstehende Wochenende trüben zu wollen; war ich zu Hause noch bei Sonnenschein losgefahren, wurde es Richtung Osten immer trüber und bei meiner Ankunft regnete es Bindfäden. Allerdings ließ der Regen schon am Abend wieder nach und es sollten bei einem Sonne-Wolkenmix und etwa 16 - 18°C das ganze Wochenende recht gute Bedingungen herrschen.

Nachdem ich mich am Freitagvormittag ein wenig in der Gegend umgesehen hatte, fuhr ich mittags nach Burg, wo das Einzelzeitfahren stattfand. Der Start der Skater war für 14:00 Uhr angesetzt; im Anschluss taten es uns Rennradfahrer über die gleiche Distanz gleich. Nach dem Startschuss durch den Bürgermeister gingen die Teilnehmer im 60-Sekunden-Takt auf die Strecke. Meiner Meinung nach hätten die Abstände geringer sein können, da die Vorausfahrenden so schon fast außer Sichtweite gerieten. Die Strecke führte in einer S-Kurve und auf recht rauem Belag aus Burg heraus und verlief anschließend auf einer ewig langen Geraden durch Moore und Wiesen. Hier wiederum war der Belag sehr gut und man wurde vom kräftigen Rückenwind heftig voran geschoben. Allerdings war auch klar, dass spätestens ab der Wendemarke Schluss mit lustig sein würde. So war es dann auch. Aufgrund der wenigen Bäume, die die Strecke säumten, kam der Wind nun völlig ungebremst und gnadenlos von vorne. Wie bei Einzelzeitfahren üblich, ist es strikt untersagt, Windschatten zu fahren. Aber diese Option schied angesichts der großen Startabstände sowieso weitestgehend aus. Da ich mit einer niedrigen Startnummer ins Rennen gegangen war, konnte ich meine Zielzeit anfangs nicht recht einschätzen. Orientierung gab mir lediglich die Tatsache, dass ich auf der Strecke selbst nicht überholt wurde, selbst aber an zwei vorderen Startern vorbeigefahren war. Am Ende sprang Platz 6 in der Gesamtwertung und ein 2ter in meiner Altersklasse heraus. Die Siegerehrung nahm der Landrat vor; Urkunden und Medaillen, originellerweise in Gurkenoptik, wurden ihm von zwei Damen in hübscher Spreewaldtracht angereicht. Bilder hierzu kann ich jedoch nur von der Siegerehrung der Damen anbieten.

Am Samstag dann stand nachmittags der Inline-Marathon in Lübbenau an. Ich weiß nicht, woran es lag, aber irgendwie fühlte ich mich seit dem Aufstehen völlig durch den Wolf gedreht (Nein, ich hatte am Vorabend nicht getrunken!) und hoffte, dass sich angesichts des näher rückenden Rennens so langsam ein Hauch Motivation einstellen würde. Negativ. Und so stellte ich mich wie „Pik Sieben“ in meinen Startblock und harrte der Dinge, die da kamen. Nach recht verhaltenem Start stellte ich fest, dass das Tempo meiner Gruppe doch etwas höher hätte sein können, allerdings war zu diesem Zeitpunkt der Zug bzw. die Züge bereits abgefahren. Sämtliche vor uns fahrende Gruppen waren außer Sichtweite, so dass ich das Rennen in dieser Gruppe zu Ende fuhr und tatsächlich auch mal Gelegenheit hatte, die Gegend um mich herum wahrzunehmen. Es war ein dreimal zu durchfahrender und durch Weiden- und Wiesenlandschaften führender Rundkurs um Lübbenau herum. Hier und da standen einzelne nette Häuser und Höfe und immer wieder wurde die Gegend durch die typischen Spreewaldkanäle, Fließe genannt, durchzogen. Der Streckenbelag war absolut genial und durchaus bestzeittauglich. Die wurde es bei mir zwar nicht, aber trotz des verschlafenen Starts kam noch eine Zeit von 1:21:39 h heraus.

Ich bin dann am Sonntagmorgen direkt nach Hause gedüst. Um 08:00 Uhr hätten Nimmersatte noch am Halbmarathon teilnehmen können. Zeitlich stand es meiner Heimreise allerdings etwas entgegen. Alles in allem war es ein sehr lohnenswertes Event in einer absolut sehenswerten Region unseres Landes.

Alex Lippmann

 
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